30.03.2007 - Bye bye Campus!
Hey ihr Lieben! Der kleine Corsa ist bis unter das Dach bepackt, das Surfbrett auf dem Dach verzurrt... Mein Teil der Kammer, welche mir gut sechs Wochen als Obdach gedient hat ist wie leergefegt... Gleich geht's ab nach Kapstadt und ins Hotel! Morgen frueh kommt dann die neunkoepfige Reisegesellschaft hier an und damit beginnt der letzte Abschnitt meines Aufenthaltes in Suedafrika.
Dies ist somit der letzte Eintrag in diesen Blog, den ich hier vom Campus aus schreiben kann. Vielleicht schaffe ich es unterwegs nochmal ein Update ueber unsere Reise zu schreiben -falls ich irgendwo in Ruhe ins Netz kann. Meine afrikanische Handynummer wird selbstverstaendlich weiterhin funktionieren und ich werde auf diesem Wege mal ein Lebenszeichen von mir geben!
Pacs, fang schonmal an die Bude zu schrubben... Bin quasi auf dem Heimweg!
Freue mich auf euch!
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27.03.2007 - Traumreise
Hi ihr Lieben! Sorry, dass der Blog nun schon seit einiger Zeit brach liegt... Jana und ich waren unterwegs in Kapstadt und auf der Gardenroute! Dementsprechend hatte ich keine Moeglichkeit und auch keine Lust :-) Zeit vor dem PC zu verbringen. Am Sonntag ist Jana leider wieder abgereist und nun muss ich mich wieder an den Lodge-Alltag gewoehnen. -zumindest fuer eine Woche, denn am Freitag kommt ja auch schon ein Teil meiner Family hier runter.
Heute gibts ein paar Reiseberichte zu Janas und meiner Traumreise und einen ganzen Haufen Fotos. Zusammen haben wir gut und gerne 1000 Fotos geknipst... Da ist es mir echt schwer gefallen die Sache einzuschmelzen und so stelle ich hier auch mehr Fotos als ueblich rein. Ja, da freuen sich die Lesemuffel, was?!
Nachdem ich also Jana vom Flughafen (auf dem Schild steht abwechselnd Airport und dann LUGHAWE -Afrikaans ist eine lustige Sprache!) abgeholt hatte, habe ich sie erstmal hier auf dem Campus herumgefuehrt und ihr mein Zimmer gezeigt und ein paar Leuten vorgestellt. Dann mussten wir meine EC-Karte wiederbesorgen, die am Vortag ungluecklicherweise von einem gefraessigen Geldautomaten verspeist worden war... War auch ein recht einfaches Unterfangen -bereits nach 15 Telefonaten und 25 persoenlichen Vorsprachen in der Bank, hatte sich eine durchaus hilfsbereite Mitarbeiterin dazu durchringen koennen mir endlich meine Karte in die Hand zu druecken...
Wir wollten gleich am ersten Tag moeglichst viel erleben und so sind wir dann in die Winelands gefahren und haben ein Winetasting bei Fairview, einem kleinen, wunderschoenen Weingut gemacht. Mit Wein ausgestattet haben wir uns auf den Weg nach Kapstadt gemacht, in der Absicht unser Bed&Breakfast zu beziehen. Leider konnten wir vor Ort niemanden Antreffen und auch nicht auf den aushaengenden Telefonnummern erreichen, so dass wir uns nach einer Alternative umschauen mussten. Wir haben dann auf der gleichen Strasse ein wirklich sehr schoenes anderes Zimmer bezogen, welches wir fuer zwei Naechte bewohnt haben. Fuer den Abend hatten wir einen Tisch im Green Dolphin reserviert und dort konnte ich dann ,bei Jazz-Livemusik, auch Jana von dem super guten Essen hier ueberzeugen. Am folgenden Samstag haben wir dann Kapstadt unsicher gemacht, uns auf dem Green Market Square mit Souveniers eingedeckt und und und...Eigentlich wollten wir ja auf dem Signal Hill einen Sundowner einnehmen, doch leider mussten wir feststellen, dass dieser gegen Abend in Flammen stand. Sehr zu unserem Leidwesen war unser Zimmer ausgerechnet am Fusse des brennenden Huegels gelegen. So ging nicht nur unser Sundowner-Plan buchstaeblich in Flammen auf, fuerchteten wir doch jetzt viel mehr um unser Hab und Gut! Ich hab dann bei der Rezeption angerufen und unsere Sorgen mit der Empfangsdame geteilt, welche etwas verwundert und hoerbar belustigt einige Worte der Beruhigung zu Stande brachte. Das Feuer hat uns dann auch verschont!
Naja, der Sundowner wurde dann in Campsbay eingenommen -dort herrschte allerdings ein Sandsturm ueber die Strassencafes und wir mussten uns hinter Glas verziehen... Zum Abendessen waren wir dann im Manolo's, ein ganz extravagantes Restaurant, um das sich seit unserem Besuch eine Geschichte rankt, welche ich bei Gelegenheit dem Interessierten persoenlich zu erzaehlen bereit bin. Es war jedenfalls ein wirklich tolles Essen und ein erinnernswerter Abend!
Ok, ich koennte muehelos in diesem Stile fortfahren, denn wir haben wirklich jeden Tag tausend schoene Erinnerungen geschaffen und viele Orte gesehen und auch nette Menschen getroffen. Ich begnuege mich fuer die weitere Schilderung unserer Reise damit, Fotos sprechen zu lassen und diese lediglich ein wenig in den Verlauf unserer Reise einzuordnen.

Sonntag. Abreise aus Kapstadt und Weg ueber Hout Bay und den Chapmans Peak zum Kap der Guten Hoffnung.
Oben: Blick auf Hout Bay vom Chapmans Peak. Unten: Das Kap der guten Hoffnung hiess frueher nicht zu Unrecht Kap der Stuerme.

Unsere erste Station war das Artist's House in Hermanus. Ein wirklich tolles B&B! Ich hab noch nie so ein liebevoll eingerichtetes Haus gesehen... Zum Dinner gab es ein grandioses Thunfisch-Steak! Das wird zu Hause nachgekocht... Anmeldungen fuer das Dinner gehen an Jana oder mich :-)
Oben: Futterkrippe
Unten: unser Zimmer

Dann ging es auf die...

Auch hier haben wir es in allen B&Bs wirklich gut angetroffen. Die Leute waren immer sehr nett und wir haben uns taeglich Tipps geben lassen, bezueglich Sicherheit und sehenswerten Orten oder Restaurants. Wir haben eigentlich so ziemlich alles gemacht: Spaziergaenge an einsamen Starenden, im Wald, im Museum, auf Klippen entlang der Kueste... Wir haben im Auto gegessen, in guten Restaurants und unser ganz privates Braai haben wir auch veranstaltet. Hier ein paar Bilder dazu, unter Missachtung der Chronologie.

Oben: Victoria's Bay
Unten: Braai in der Tsitsikamma Lodge

Unten: Strandspaziergang nach Sonnenuntergang in Arniston
Darunter: Dinner im Chrislin B&B im Addo Elephant National Park



Unten: Blick auf Nature's Valley in der De Vasselot Section des Tsitsikamma National Park

Der aeusserste Punkt unsere Reise und gleichzeitig das Highlight war der Addo Elephant National Park. Hier haben wir in einer kleinen Bush-Hut gewohnt und sind zu zwei Pirschfahrten aufgebrochen, um uns die Tiere im Nationalpark anzusehen.
Achso, ganz nebenbei musste ich an diesem Abend noch einen halbstuendigen Kampf gegen eine Monsterspinne fuehren, welche sich unverschaemterweise in unsere Strohuette mitten in der Wildnis geschlichen hatte... Ich haette sie ja gerne verschont, doch haette ich dann die Nacht auf dem zurueckgeklappten Fahrersitz unseres dreituerigen Opel Corsa verbringen muessen, wollte ich auch nur ansatzweise in der Naehe von Jana bleiben... Ganz ehrlich, gut geschlafen habe ich nach der Entdeckung dieses Kameraden aber auch selbst nicht mehr!

Andere Tiere gab es auch zu sehen. Die Pirschfahrten waren einfach atemberaubend...
Nein, das da unten ist nicht unser Corsa und nein, der Typ links im Bild ist nicht Doug Heffernan! Die schoene Dame zur Rechten ist allerdings Jana, das ist richtig! :-)

Tierbilder: Freddy, die grossen mit dem Ruessel, das sind die Elefanten!

Oben: Warzenschwein
Unten: Dung-Beetle





Wir haben natuerlich noch jede Menge andere Tiere gesehen und auch auf Bilder festgehalten -irgendwo musste ich einfach einen Cut machen... Es gab Zebras, Giraffen, Gnus, Straussen, Kudus und und und... Loewen haben wir in freier Wildbahn leider keine gesehen, da diese an den Tagen, an denen wir im Park waren von den Rangern nicht gesichtet wurden.
Irgendwann geht auch die schoenste Zeit vorbei und wir mussten nach unserem Besuch im Addo leider wieder umkehren, obwohl die suedafrikanische Kueste ueber Port Elizabeth noch viele viele tolle Abschnitte zu bieten gehabt haette -das ist jedenfalls was man hier auf dem Campus so hoert... Wir haben uns also auf den Rueckweg gemacht und haben auch auf diesem wieder viele schoene Orte entdeckt! Big Tree, Loewenpark, Abendessen in einem Portugiesischen Restaurant mitten in der Einsamkeit, in dem wir zwar keine Getraenke dafuer aber die beste Paella der Welt serviert bekommen haben...
Unsere letzte Station vor Kapstadt war Arniston, ein kleines verschlafenes Fischerdorf gut zwei Stunden Fahrt von Kapstadt entfernt. Hier haben wir dann in Janas Geburtstag reingefeiert und zu diesem Anlass gab es sogar einen Kuchen, den ich bereits Wochen vorher bei dem Betreiber des B&B bestellt hatte. Da ich den lieben Erwin, so der Name des besagten Betreibers, kurz vor Mitternacht nicht mehr antreffen konnte, musste ich mich auf Zehenspitzen in die Privatgemaecher des Herrn schleichen und den Kuchen aus dem, heimtueckisch in der hinterletzten Ecke des Waschkellers verborgenen Kuehlschrank stibitzen... Nachdem die Kerzen ausgepustet waren, haben wir uns die Leckerei dann in Ermangelung von richtigem Kuchen-Werkzeug mit zwei Teeloeffeln einverleibt... Uns war esn durchaus recht so!

Zurueck in Kapstadt hatte Jana ihren "Bestimmer-Tag". Wir waren Shoppen, haben zum wiederholten Male bei Kauai den besten Smoothie auf diesem Planeten genascht und unseren Sundowner auf dem Signal Hill nachgeholt. Dinner gab es im Belthazar, jenem Restaurant an der Waterfront, welches die groesste Weinkarte (ueber 700 Weine!) der Welt vorhaelt und gleich zweimal hntereinander zum besten Steakhouse in Suedafrika gewaehlt wurde... Geschlafen haben wir uebrigens umsonst, da die Betreiberin des B&B in dem wir an unserem ersten Abend niemanden angetroffen hatten, ob dieses Vorfalles ein schlechtes Gewissen hatte.

Oben: Der Chai Chiller bei Kauai! Ein genialer Smoothie...
Unten: Sundowner auf dem Signal Hill. Unser letzter gemeinsamer Abend in Kapstadt.


Tja, am Sonntag hab ich Jana dann in aller Herrgottsfrueh zum Flughafen gebracht und bin anschliessend schweren Herzen wieder zur Lodge auf dem Campus gefahren. Irgendwie war es wie am ersten Tag meiner Ankunft: Alle lagen verkatert in ihren Betten, der Morgen war noch kuehl und ich war hundemuede und traurig... Wir ihr hoffentlich nachvollziehen koennt hatten wir beide einen super schoenen Urlaub und fuer mich sind es heute nur noch drei Tage hier in der Lodge bis meine Family anrueckt und wir neuerlich eine tolle Reise unternehmen werden. Ich vermisse nach wie vor alle Daheimgebliebenen und freue mich in gut 2 1/2 Wochen wieder nach Hause zu kommen... Bis die Tage ihr Lieben!
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12.03.2007 - Wochenende
Na ihr Lieben!
Es folgt eine kurze Zusammenfassung des vergangenen Wochenendes. Freitag haben mein Mitbewohner Phillip und ich uns selbst uebertroffen und jeweils ein 540 g Rinderfilet verputzt. Dank dieses enormen Fleischberges von absolut ueberzeugender Qualitaet waren wir dann auch ziemlich muede und haben uns nur noch ein wenig vor die Lodge gesetzt und ein wenig gequatscht...
Leider hatte ich vergessen meinen Wecker auszuschalten und so bin ich dann am Samstag um 6.20 Uhr beinahe aus dem Bett gefallen. So richtig schlimm waren die ersten 2 Minuten, in denen ich noch tatsaechlich dachte, dass ich mich nun anziehen und ins Krankenhaus schleppen muesste. Diesem Schrecken ebenbuertig war dann jedoch auch die Erleichterung, als ich einige Augenblicke spaeter wiederum ueber die Wochentage orientiert war. Ich hab im Anschluss erstmal friedlich ausgeschlafen, bis mein lieber Mitbewohner sein Steak vom Vorabend verwunden hatte und neuerlich Hunger verspuerte. Sanft wurde ich durch den Knall unserer Zimmertuer geweckt... und als ich die Aeuglein auftat, war mir sofort klar, dass dies nicht etwa ein Versehen gewesen war! Wir sind dann wenig spaeter nach Cape Town gefahren und haben sehr gemuetlich an der Waterfront gefruehstueckt und dabei den Robben und Voegeln beim Fischen und den Touristen beim Robben-und-Voegel-Fotografieren zugesehen. Ein wenig Bummeln waren wir dann auch noch... Gegen Mittag sind wir dann noch nach Willowbridge, ein kleineres sehr nettes Einkaufszentrum, gefahren. Dort haben wir uns in einem netten Weinladen zu einem ersten Winetasting (um 15.00 Uhr) durchgerungen... War nett! Das Problem, welches sich jedoch auftat war, dass ausgerechnet der leckerste Wein voellig ausverkauft war. Dem netten Menschen dort in dem Laden muss wohl unser trauriges Minenspiel aufgefallen sein, denn er versorgte uns kurzerhand mit der Wegbeschreibung zu dem Weingut, welches nur gut 35 Minuten von unserem Campus entfernt liegt. So sind wir dann also losgeduest, um den Wein an der Quelle erneut zu kosten und selbstverstaendlich auch zu kaufen. Um die Story abzukuerzen: Wir haben es gefunden, es hatte bereits geschlossen und wir konnten lediglich noch ein einziges Flaeschen ergattern... Trotzdem waren wir froh dorthin gefahren zu sein, weil wir auf diese Weise ein echt schoenes Fleckchen Erde entdeckt hatten. Am Abend war die ganze Lodge in Feier-Laune und wir haben uns dieser ergeben und sind mit in das Opium, eine Disko, gefahren. Ich sag es mal so: der Abend war in der Erinnerung der meisten Lodge-Bewohner eher kurz. Gestern war dementsprechend die gesamte Studentenschaft verkatert und am Nachmittag traf man sich halbwegs lebendig im botanischen Garten in Kirstenbosch zum Konzert der Philarmonie (schreibt man das wenigstens so aehnlich?) von Kapstadt. Am Abend war ich richtig muede und bin zeitig in die Federn gestiegen...
Heute war ein ordentlicher Arbeitstag und ich durfte auch wieder im OP helfen. Wie man wahrscheinlich im Vergleich dieses zu anderen Berichten erkennt, bin ich mittlerweile ganz guter Dinge. Einerseits habe ich mich ganz sicher einfach eingelebt. Aber es sei gesagt, dass es nur noch vier Naechte sind...
Also, ich versuche hier alles mitzunehmen und ansonsten vermisse ich euch! Gute Nacht!
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8.03.2007 - Lionshead
Hey ihr Lieben! Ich bin euch noch die Story von der Besteigung des Lionshead schuldig. Hier also ist sie...
Alles fing damit an, dass Vollmond angesagt war. Fragt mich jetzt nicht wie hoch der Lionshead ist und wie steil der Weg, der zum Gipfel hinauf fuehrt -doch wenn hier Vollmond ist, wandern sehr viele Leute auf den Lionshead, da er anscheinend ausreichend hoch zu sein scheint, um einen atemberaubenden Ausblick ueber Kapstadt und den Sonnenuntergang ueber dem Meer zu bieten. So haben wir uns mit fast der gesamten Lodge am Fusse des Huegels getroffen um uns den Sonnenunter- und den Mondaufgang aus luftiger Hoehe anzuschauen. Der Weg war zu Anfang fuer Ungeuebte Kletterer bereits recht fordernd, fuehrte er doch zunaechst den Hang hinauf bis zu dem Punkt an dem man auf den kargen Felsen des eigentlichen Loewenkopfes stoest. An diesem angekommen legt man die restlichen Hoehenmeter in einer Kletterpartie zurueck, welche zwar kein Klettergeraet erfordert, jedoch an manchen Stellen wirklich nicht einfach ist. Zwischendurch gibt es dann auch zwei oder drei Leitern und schliesslich auch drei Ketten, an denen man sich kleine sehr steile Abschnitte heraufziehen muss. Kurz gesagt, es ist eine anspruchsvolle Wanderung. Oben angekommen hat meinen einen wirklich tollen Blick ueber Kapstadt mit dem Tafelberg auf der einen und ueber die Straende und das Meer auf der anderen Seite. Ich habe ganz viele Fotos gemacht und hier ist mal wieder eine kleine Auswahl, um den Ausblick zu verdeutlichen.

Dann ging die Sonne unter. Ich habe noch nie ein solches Lichtspektakel gesehen. Beschreiben kann ich es nicht, seht selbst! Ich finde es sieht aus wie bearbeitet oder geschnitten oder so... Aber ich hab die Bilder einfach nur verkleinert! Tolles Licht, oder?


Bevor ich es vergesse, hier jetzt das eigentliche Abenteuer:
Bei Sonnenlicht hochzuklettern mag ja anstrengend gewesen sein... Aber bei kargem Mondlicht wieder sicher herunterzukommen -das sollte sich als schwieriger herausstellen! Wir sind also wieder heruntergekraxelt. Es war dunkel und der Weg war eben kein Weg. Als Taschenlampe diente mir mein Handy und wie es kommen musste, kam es dann auch -ploetzlich standen wir da und wussten nicht mehr wo der Weg war. Ich muss dazu sagen, dass die Stadt Kapstadt sich der Dunkelheitsproblematik anscheinend bewusst ist und zur Sicherheit der Touristen einen Ranger auf den Gipfel geschickt hatte. Leider war dieser nun ganz natuerlich damit ueberfordert dafuer zu sorgen, dass all die Leute auch wieder den richtigen Weg finden. Naja, was macht man, wenn man nachhause will und sich auf einem Berg befindet? Ja, man geht runter. Und genau das haben wir auch getan -ueber Geroellpisten, durch Buesche, dorniges Unterholz und ueber Stock und immer wieder ueber Steine... Irgendwann kam mir dann ganz unweigerlich der Gedanke, dass ich in Afrika, im Dunkeln in kurzen Hosen durch die Pampa stampfe und mir draengte sich die Frage auf, die ich dann auch gleich an meine Gefaerhten weitergab "Sag mal, gibt es hier eigentlich Schlangen?" Schweigen. Dann die ernuechternde Antwort "Nur zwei giftige Arten!" Achso, NUR zwei giftige Arten, na dann ist ja alles gut. Man stelle sich nun vor wie ich schlagartig nur noch auf den Lichtkegel der Taschenlampe in der Hand des Rangers zu steuerte... Dieser hatte laengst bemerkt, dass irgendwelche Touris sich mal wieder im Gestruepp verhakt hatten und blinke uns fleissig mit seinem Licht entgegen. Nach gut 30 Minuten auf unserem Dschungelpfad hatten wir dann den Ranger und den Rest der Gruppe erreicht. Als wir dann von der Seite auf den richtigen Weg (ich muss dazu sagen, dass wir von unten und nicht etwa wie gewollt von oben auf den Weg gestossen sind -anstrengend!) gestolpert kamen, fragte uns der Ranger mit einem Laecheln auf seinem Gesicht nur eine einzige kleine Frage "Shortcut guys?". Ich hab darauf dann mal nichts geantwortet und mir damit begnuegt weitere 30 Minuten hinter dem Ranger herzutrotten und voellig zerkratzt und kaputt in den Fahrersitz meines Opel Corsa zu sinken... Ja, so war das auf dem Lionshead!
Ich geh jetzt mal schauen, ob ich heute Surfen gehen kann... Bin gespannt wie das wird!
Da faellt mir noch ein: Wen es wundert was eigentlich aus meiner Waesche-Story geworden ist, dem sei versichert, dass die Klamotten nach dem Handwaschverfahren nicht wirklich salonfaehig waren und ich deshalb mittlerweile auf die nette Waschkraft der Laundry meines Vertrauens zurueckgreife... :-)
Morgen dann vielleicht was vom Surfen... Machts gut ihr Lieben!
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6.03.2007 - Beach
Hey ihr Lieben! Ich bin euch heute die Geschichte von der Besteigung des Lionshead schuldig geblieben und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich es bei diesem herrlichen Wetter und dem tollen Strand einfach keine Reue empfinden kann... Ich habe aber schon die Fotos angesehen und kann versprechen, dass da einige sehr schoene Aufnahmen bei sind! Also, ich hoffe ich komme morgen dann mal dazu sie hier hochzuladen. Ich hoffe es geht euch allen gut! Ich schwing mich nun mal in die Koje -morgen geht's puenktlich aus den Federn zur Chef-Visite...
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5.03.2007 - Stitching
Hey ihr Lieben! Das Wochenende war ziemlich verregnet. Trotzdem haben wir eine Tour zum Kap der Guten Hoffnung unternommen und hatten dann auch recht ordentliches Wetter...
Heute war ein guter Arbeitstag! Erstens konnte ich mal wieder richtig anpacken im OP und dann war ich auch schon um 11.30 Uhr in den Feierabend entlassen. Eben waren wir auf dem LionsHead -es ist Vollmond und so kann man bis nach Sonnenuntergang bleiben. Diese Geschichte ist allersdings doch recht abenteuerlich abgelaufen und ich hab auch ein paar ganz gute Bilder geschossen, so dass ich morgen mal einen eigenen Bericht darueber schreiben werde...
Hier nochmal ein Bild von mir bei der Arbeit im OP heute:

Es hat wirklich eine halbe Ewigkeit gedauert bis ich mit der Naht fertig war... Jetzt glaub ich auch zu wissen warum die Chirurgen diese Aufgabe so gerne an Studenten abtreten. Also, die eigentliche OP ist auf diesem Bild nicht abgebildet und fand einen Meter weiter oben statt. Mir wurde das offene Bein vermacht, nachdem eine Vene fuer einen Bypass entnommen wurde.
Morgen dann mehr von meinem Abenteuer auf dem LionsHead! Lasst es euch gut gehen!
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1.03.2007 - Fotoshooting im OP
Hi ihr Lieben! Der heutige Tag zieht sich wie Kaugummi... Hier ist kein so gutes Wetter -es ist schwuel und bedeckt. Der Pool ist geschlossen und es gibt auch sonst nichts Aufregendes zu tun. Ausgerechnet heute hatte ich dann schon um 12.30 Uhr Feierabend. Naja, auch ein solcher Tag geht irgendwann zu Neige...
Einzig erwaehnenswert und auch ganz witzig ist, dass wir heute eine Kamera mit im Krankenhaus und auch mit im OP hatten. Die Aerzte und Schwestern hat es nicht sonderlich gestoert und wir konnten endlich mal Fotos von uns in OP-Kluft machen. Wir haben sogar den offenen Brustkorb der Patientin waehrend der Bypass-OP fotografieren duerfen. Hier also eine kleine Auswahl der Bilder! Mehr davon gibts in meinem Fotoalbum...
Also, hier stehe ich waehrend der Kaffeepause vor dem Krankenhaus.

Hier seht ihr das Herz einer Dame, die gerade Bypaesse erhaelt!

Ok, ich hoffe es geht euch allen gut! Ich schau jetzt mal, dass ich den Rest des Tages noch gut rumkriege...
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28.02.2007 - Linksverkehr im Treppenhaus
Gestern war ich in Cambs Bay -ein wirklich sehr schoenes Fleckchen Erde. Mich hat es ein wenig an Californien erinnert und es macht den Anschein soetwas wie das Monaco von Cape Town zu sein... Ihr wisst schon, viele augenscheinlich sehr reiche Menschen, welche ihre Luxuswagen und sonstiges teures Zeug durch die Gegend buchsieren, um bestaunt zu werden. Falls das jetzt sehr angewidert klingt, hab ich es nicht gut beschrieben. Es war tatsaechlich sehr schoen! Wir haben dort in einer Bar an der Strandpromenade einen Cocktail getrunken und sehr sehr gut gegessen... Achso, der Schnappschuss ist von dort!

Heute war ich dann wieder im Krankenhaus und mir ist erneut -bestimmt zum hundersten Mal- folgendes passiert:
Ich bin jeden Morgen ziemlich in Eile, ueberhaupt laufe ich im Krankenhaus die Treppen anstatt sie einfach gemuetlich Stufe fuer Stufe heraufzusteigen. Dumm ist nur, wenn man wie ich staendig auf der falschen Seite des Treppenhauses heraufstuermt und an jeder Ecke Gefahr laeuft unwissende Suedafrikaner, welche selbstverstaendlich auch im Treppenhaus StvO-konform auf der linken Seite gehen, umzuwalzen... So bin ich also auch an diesem schoenen Morgen wiedermal flotten Schrittes in eine ganze Gruppe Studenten gerassellt! Ich komme hier bestimmt schon jeden Tag im Radio -Liebe Krankenhausbesucher, bitte nehmen sie sich vor dem deutschen Studenten in acht! Naja, bisher gab es nur Blechschaeden...
Ich hoffe es geht euch gut! Liebe Gruesse aus der Sonne!
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28.02.2007 - Nicht mehr lange...
Hey ihr Lieben! Koennt ihr mir einen Gefallen tun und mal eben wegsehen...?
Hey, ihr sollt nicht hinsehen!

...morgen noch zwei Wochen mein Baby und dann bist du endlich bei mir!
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26.02.2007 - Waschtag!
Hey ihr Lieben! Heute ist Waschtag... Ich hab alles in die Badewanne geschmissen und ne halbe Packung OMO dazugekippt. Nun trocknet alles schoen bei 30 C in der Sonne! Ueber den Ausgang dieses Waescheexperimentes werde ich dann hier hochoffiziell berichten -und ich dachte bisher immer, dass das Waschen mit unserer Ex-Waschmaschine in der WG anstrengend gewesen waere!

Naja, soviel dazu... Ich habe die Einweichzeit genutzt um mal ein paar weitere Bilder vom Campus zu machen. Hier ist ein Bild vom Tygerberg Hospital. Jetzt koennt ihr euch mal Gedanken darueber machen wie oft ich mich in diesem Monster schon verlaufen habe... Achso, man muss dazu noch wissen dass das Krankenhaus komplett doppelt angelegt wurde. Es gibt also hinter dem hier sichtbaren Gebaeude genau das gleiche nochmal. Riesig oder? Urspruenglich war ein Teil fuer die weissen, der andere fuer die uebrigen Patienten. Die Apartheit laesst gruessen...

So, und hier noch ein Schmankerl der Sicherheitsanlage, welche den Campus hermetisch abriegelt. Durch dieses Tor komme ich jeden Morgen mit meiner Studentenkarte zum Krankenhaus... Ach, schoen ist das nicht! Aber hinter Stacheldraht laesst es sich wenigstens ruhiger schlafen!

Morgen dann mehr ueber den Ausgang meiner Waschaktion. Ich hoffe es geht euch allen gut! Vermisse euch!
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24.02.2007 - Schluesselerlebnisse
Es ist Freitag und alles fing ganz normal an. 6.20 Uhr aufgestanden, kurz geduscht, Fruehstueck im Stehen und einen Apfel auf dem Weg verputzt. Dann kurz Emails abgerufen und auf die Station gesprintet. Wiedermal keinen Doc angetroffen, auf eigene Faust in den OP gelaufen, dort umgezogen und gewartet. Ploetzlich geht die Tuer auf und die Anaesthesie schiebt einen kleinen Jungen herein. Er wird vorbereitet und irgendwann kreuzt dann auch mal einer meiner Chirurgen auf. Mittlerweile hab ich mich jedem hier vorgestellt und so wird mir auch ganz nett ein guter Morgen gewuenscht. Dann, ich habe mich mit einem sehr interessiertem Gesichtausdruck vor den Roentgenbildern des Kleinen positioniert, rueckt der Chirurg mit den Daten des Jungen heraus. 13 Jahre alt, HIV + und wenige Minuten davon entfernnt den rechten Unterlappen seiner Lunge an die Pathologie zu verlieren... Und dann noch die Frage, besser Aussage, ich koenne mich einwaschen und vielleicht ein wenig assistieren -wenn ich nur wollte! Wollte ich? Ganz ehrlich, ich wusste es nicht... Dieser Fall war zu hart, der Junge tat mir viel zu sehr Leid -ich meine 13 Jahre, unschuldig und HIV positiv. Klar wusste ich, dass die Kinder hier haeufig schon nach der Geburt positiv sind. Klar hab ich das alles schon gelesen. Doch da war auf einmal dieser kleine Junge aufgetaucht. Und dann stand ich auch schon am OP Tisch, wenige Minuten nachdem ich die gestellte Frage mit einem vorsichtigen Ja beantwortet hatte. Das Blut des kleinen war dann natuerlich auch auf meinen Handschuhen und auf meinem Kittel. Und auf einmal hatte ich dann ploetzlich auch Angst -obwohl ich ja wusste, dass es sehr unwahrscheinlich war, das die gesamte unglueckliche Kette von Umstaenden, welche zu einer Uebertragung des Virus fuehren wuerde ausgerechnet an diesem Tag und um meine Person auftritt. Und hier ist es wieder so. Ihr lest das hier und glaubt es zu wissen, es zu verstehen... Mir war nach der OP -alles ist gut gegangen- sehr eigenartig zu mute und ich hatte das Gefuehl, dass ich erst an diesem Tag richtig in Afrika angekommen war. Alles war ganz normal -fuer Afrika.
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23.02.2007 - Erste Bilder...
Hey ihr Lieben! Zwar funktioniert mein eigener PC hier immernoch nicht, aber ich hab es ueber einen Umweg doch geschafft ein paar Bilder ins Netz zu schmuggeln... Hier nur ein paar Eindruecke von meiner Unterkunft. Mehr Fotos gibts in meinem Fotoalbum und in den naechsten Tagen dann auch hier. Heute war hier ein sehr heisser Tag. Eben bin ich von der Futterkrippe zurueck gekommen und das 500 g Steak fuer knapp 11 Euro war auch schwer noetig, da ich heut zum ersten mal hier in der Hitze laufen war und somit einen riesen Kohldampf hatte...
Ich hoffe es geht euch allen gut! Ich vermisse euch!
Unsere Unterkunft die International Student Lodge:

Der Flur in der Lodge:

Die Kueche meiner Unit:

Meine Zelle:

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21.02.2007 - Nach Feierabend...
So, jetzt ist es an der Zeit mal ein paar Worte ueber meine ersten Freizeiterlebnisse zu verlieren. Zunaechst soll erwaehnt sein, dass hier bekanntlich Linksverkehr herrscht. Wenn man sich jetzt noch vorstellt wie ich in dem mindestens 20 Jahre alten VW-Kaefer meines Zimmergenossens hocke, gewinnt man einen Eindruck davon wie abenteuerlich es hier bereits wird einfach nur von A nach B zu fahren. Wir also in der Schrottmuehle auf der falschen Fahrbeinseite zum Supermarkt um uns mit dem Noetigsten zu versorgen... Zwei mal falsch abgebogen, fuenfhundert Meter gegen die Fahrtrichtung und gegen unmengen hupender Autos gezuckelt und schon stehen wir mitten in einer sehr unheimlichen Gegend -eine in der man sich nach Sonnenuntergang wahrscheinlich keine zwei Minuten aufhalten koennte. Naja, wir haben dann einfach mal gewendet und es ist gut gegangen. Wenige Autominuten entfernt konnten wir uns dann auch endlich mit Futter und Getraenken eindecken. Da faellt mir ein: Maexchen die haben hier grosse Mengen an Lays Salt and Vinegar Chips und Paxen, ich futter hier jeden Tag Unmengen von Biltong (Beefjerky -nur besser!). Ok, das musste ich euch beiden nun einfach mal unter die NAse reiben...
Vorgestern Abend waren wir dann an der Waterfront in Cape Town schick essen. Das Restaurant ist 2005 zum besten Steakhouse in Suedafrika und 2006 zu einem der besten Restaurants in Kapstadt gewaehlt worden und ich muss sagen das Essen, besonders das Fleisch war gigantisch gut.
Gestern nach der Arbeit bin ich erstmal in den Pool gehuepft und hab meine Bahnen gezogen. In der Sonne konnte ich imernoch nicht wirklich liegen, da mir mein Sonnenbrand vom ersten Tag noch arg zu schaffen machte.
Am Abend sind wir dann zum Signal Hill gefahren, ein Berg unterhalb bzw. neben dem Tafelberg und haben uns den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein angesehen. Das war echt ein wahnsinnig schoener Ausblick. Die Fotos werd ich dann mal posten. Anschliessend waren wir erneut essen. Diesmal in der Kloof Street und dort in einem sehr netten und familiaeren Restaurant in dem wir gleich am Eingang sehr locker -ich hab mich wie in den USA gefuehlt- begruesst wurden. Ich hatte eine ganz tolle Fischsuppe und danach eine Wild-Platte mit viererlei Wildfleisch und ein gutes Glas Wein und das fuer ganze 160 Rand -so knapp 20 Euro. Also das Essen ist einfach Klasse und die Preise erfreuen das Herz von Lebensmittelfreunden wie mir.
Waehrend ich hier schreibe laeft bei uns in der International Student Lodge das woechentliche Braai (BBQ). Alle haben ihre Moebel nach draussen geholt und es wird ordentlich gegrillt und auch ein wenig Wein oder Bier probiert. Insgesamt war es bisher was die Freizeitgestaltung angeht recht nett. Es ist ja schon ein schoenes Land. Ich hoffe ich hab euch ein wenig Urlaubsfeeling vermitteln koennen und hoffe es geht euch allen gut! Morgen dann wieder mehr von mir! Machts gut ihr Lieben!
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20.02.2007 - Ankunft und erste Arbeitstage
Hey ihr Lieben!
So, das mit dem Internet war hier jetzt gar nicht so einfach wie ich zunaechst dachte... Aber immerhin kann ich seit heute im Computer-Room ins Netz und naechste Woche wird es dann wahrscheinlich auch mein Laptop tun...
Ich bin also ganz gut angekommen. War halt das Uebliche bei langen Reisen: ewiger Flug, wenig Schlaf und Happahappa aus Aluminiumschalen. Am Flughafen war ebenfalls alles reibungslos -meine Tasche war sofort da, die uniformierte Lady am Zoll war nett und hat mir ohne Probleme mein Studentenvisum ausgestellt. In der Ankunftshalle wartete dann auch schon mein bestellter Shuttle-Service. Auf dem Campus wusste man dann auch tatsaechlich, dass ich kommen wuerde und mein Studentenausweis, hier soetwas wie eion all-area Backstagepass war abholbereit. Soweit alles gut gelaufen!
Die Studentlodge (Fotos kann ich leider erst naechste Woche von meinem Laptop aus hochladen!) ist ein mehrfluegeliges Gebaeude mit ca 10 Wohneinheiten a 4 Zimmern, meistens mit Einzelbelegung. So tummeln sich hier gut und gerne 40 bis 45 Studenten, hauptsaechlich Deutsche, Hollaender und Briten. Vor der Lodge gibt es Sitzgelegenheiten und einen Grillplatz auf dem jeden Mittwoch ein Braai (BBQ) stattfindet. Naja, bin mal gespannt darauf. Neben der Lodge ist ein netter und recht grosszuegig dimensionierter Pool, in dem ich dann auch gleich mal ein paar Bahnen geschwommen bin. Insgesamt ist die Lodge und die ganze Anlage recht gepflegt und macht einen sicheren Eindruck (Stacheldraht und hohe Zaeune, Streife laufende Security-Menschen mit Gummiknueppeln...). Mein Zimmer ist wirklich nur als spartanisch zu bezeichnen, aber ich habe es mir mit ein paar Fotos, meinen Buechern und dem Bilderrahmen, den Jana mir extra zu diesem Zweck geschenkt hat ein wenig gemuetlicher gemacht. Apropos, ich las jetzt hier mal die ganze Geschichte mit Heimweh usw. weg -wer mich kennt, der weiss was in mir los ist :-)
Gestern war dann mein erster Arbeitstag und ich war sehr sehr aufgeregt. Mariska, hier zustaendig fuer die Internationalen Studenten, hat mich auf die Station A2 gebracht, Herz-Thorax-Chirurgie. Die baulichen Umstaende im Krankenhaus zu beschreiben wuerde nun zu weit fuehren -das hole ich bei Gelegenheit nach. Soviel sei jedoch gesagt: es ist ganz anders... und oh Wunder, ich meine nicht besser!
Der fuer mich zustaendige Doc war recht nett und hat versucht mir den Einstieg leicht zu machen indem er mich gleich mal mit in den OP genommen hat. Urploetzlich war ich in Op-Klamotten gehuellt und habe zugesehen wie eine stenosierte Aortenklappe ersetzt wurde... Wirklich eindrucksvoll! Um 14.00 Uhr waren die Docs dann fertig und ich war nach 4 Stunden Stehen mehr als muede, sodass ich das Angebot nach hause zu gehen auch ohne Wiederworte dankend annahm. Den Rest des gestrigen Tages schildere ich beim naechsten Mal -obwohl er schon erwaehnenswertes barg. Ich brenne naemlich viel mehr darauf euch von meinem heutigen, zweiten Arbeitstag zu erzaehlen. Ich bin also heute morgen um 7.30 Uhr in der Chirurgie angetanzt und war darauf gespannt was ich wohl so zu tun haben wuerde. Aber es war nichts mit Visite oder Aufnahmeuntersuchungen. Stattdessen sa ich mich wenige Augenblicke spaeter wiederum im OP wieder -diesmal jedoch steril und als 1. Assistenz bei einem erneuten Aorten-Klappen-Ersatz. Ich hatte echt keine Ahnung was zu tun war und hab mir alles ziemlich unbeholfen von dem netten Operateur erklaeren lassen. Ich kann nur schaetzen, aber er hat mich bestimmt mindestens 30 mal dazu auffordern muessen das Blut aus dem Op-Feld abzusauegn, welches ihm die Sicht erschwerte -ich habe es einfach immerwieder vergessen, weil ich so fasziniert war von der ganzen Situation. Dann, nach eroeffnen der Brust lag das schlagende Herz dieses Patienten schutzlos vor mir... Verzeiht mir bitte diese Schwaermerei, aber das war schon ein Erlebnis! Ok, das hier soll ja kein OP-Protokoll werden. Ich wurde dann als die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen war, abgeloest und habe von diesem Zeitpunkt an nur noch zugesehen, bzw. angereicht. Der Hoehepunkt war, versprochen dann hoer ich auch auf damit, mir einen Schlauch in die Hand drueckte, der in der Aorta des Patienten steckte, und dazu nur sagte ich solle ihn nicht herausrutschen lassen, denn sonst wuerde es wie die Hoelle bluten... Ganz ehrlich, in diesem Augenblick trat mir der Schweiss aus allen Poren meines Koerpers...
Ok, soviel zunaechst zu den ersten Tagen im Krankenhaus. Den Freizeitbericht von gestern und heute schiesse ich heute abend oder morgen nach! Ich vermisse euch alle und freue mich von euch zu hoeren! Bis spaeter!
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14.02.2007 - Kontakt
Nachfolgend eine wichtige Information für alle, die mir während meiner Abwesenheit was zu sagen oder mich was zu fragen haben...
Meine bekannten Emailadressen bleiben gültig! Also schreibt fleißig...
Die Telefonnummer der Student-Lodge und meine Adresse werde ich noch posten.
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14.02.2007 - Fotoalbum!
Hi! Neben den Fotos in den Beiträgen hier wird es noch mehr Fotos in einem Online-Fotoalbum geben. Damit diese nicht jeder x-beliebige betrachten kann, müsst Ihr von mir eingeladen werden. Also, wer von Euch Lust von Zeit zu Zeit in meinen Pics zu stöbern, schreibt einfach eine kurze Email an mich... Dann einfach den Link in der Einladungs-Email von Arcor benutzen und schon könnt ihr Euch die Bilder ansehen!
Samstag geht´s los...
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10.07.2006 - Vorfreude
Vor lauter Vorfreude habe ich bereits heute diesen Blog eingerichtet. Auf dieser Seite werde ich dann ab dem 19. Feb. 2007 meine Eindrücke aus Kapstadt festhalten und so mit meiner Familie und meinen Freunden in Verbindung bleiben.
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Über mich
Alles rund um meine Famulatur am Tygerberg Hospital in Kapstadt 2007
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